Programm Pharmafeststoff-Forum

Die Agenda zum Pharmafeststoffforum 2017 vom 16. - 17. November 2017 in Würzburg wird nun erstellt. Sollten Sie Interesse haben ein Vortragsthema einzureichen, nehmen Sie gerne mit uns Kontakt  auf.

Werfen Sie auch gerne einen Blick auf das Vortragsprogramm des Pharmafeststoffforum 2016:

Dienstag, 15. November 2016

09:30 Uhr
Registrierung und Eröffnung der Fachausstellung
10:00 Uhr
Begrüßung aller Teilnehmer der Förderprozess-Foren 2015 und Beginn der Veranstaltung
Referent: Dr. Jörg Kempf | PROCESS
10:10 Uhr
Gemeinsame Keynote: Einflüsse auf die Produktentwicklung: Schneller – besser – günstiger. Geht das wirklich? -Richtlinien, Anforderungen, „Hilfsmittel“, Schäden, Umgang mit Schäden, Verantwortlichkeiten mehr
Richtlinien fordern immer „mehr“. Viele Entwicklungstools stehen zur Verfügung. Werden Produkte wirklich „besser“? Der Vortrag geht kritisch auf Entwicklungen der letzten Jahre ein und nennt Maßnahmen im Umgang mit Schäden.
Referent: Frank Flammer | Maschinenkanzlei

Studium des Maschinenbaus an der Technischen Universität Braunschweig
1994 - 1999: Industrietätigkeiten mit dem Schwerpunkt technischer Analysen als Projekt- und Abteilungsleiter bei internationalen Konzernen
1999 Gründung eines Sachverständigenbüros, seitdem selbständig als Consultant tätig
2002 Öffentliche Bestellung und Vereidigung zum Sachverständigen durch die IHK Hannover
2005 International zertifizierter Mediator, Academy of Experts, London
2005 Vorstand „Team Deutscher Maschinenexperten e.V.“
2005 Internationale Zertifizierung als technischer Experte, Swiss Experts Certification, Lausanne, Schweiz
2006 Berufung zum Schweizer Gerichtsexperten
2006 Aufnahme in die Schweizerische Kammer technischer und wissenschaftlicher Gerichtsexperten
2008 Aufnahme in den Sachverständigenausschuß der IHK Hannover
2010 Aufnahme in das Fachgremium „Maschinen und Bewertung“ der IHK Hannover
2012 Beratender Ingenieur der Ingenieurkammer Niedersachsen

10:40 Uhr
Aufteilung und Einführung in die 3 Foren
10:45 Uhr
Das neue Containment Handbuch - Endlich Klarheit für die Praxis mehr

Das neue Containment-Handbuch – Endlich Klarheit für die Praxis

Die Inhalte des neuen Containment Handbuch der ISPE sind Schwerpunkt des Vortrags von Richard Denk, Leiter der Contaiment-Expertengruppe. Worauf ist zu achten und welche kritischen Anlagenbereiche gibt es? Diese Fragen beantwortet unser Experte auf dem Pharmafeststoff-Forum.

Die ISPE (International Society for Pharmaceutical Engineers) DACH mit seiner Containment Expertengruppe unter der Leitung von Herrn Richard Denk hat in den letzten 5 Jahren das Containment Handbuch erarbeitet, dass im September 2015 publiziert wurde. Das Containment Handbuch ist das detailierteste und umfangreichste Dokument zum Thema Containment. In 10 Kapiteln werden alle Informationen zum Thema Containment erklärt und wichtige Informationen, die es zu beachten gibt, erläutert.

Der Teilnehmer des Pharmafeststoff-Forums  erfährt Wissenswertes über die Anforderungen an Containment, Grundlagen des Containment bis hin zum Lebenszyklus einer Containmentanlage. Weiter erfährt er, worauf bei Containment zu achten ist und wo die kritische Bereiche bei der Anlagenplanung  liegen.

Referent: Richard Denk | Skan

Richard Denk hat Maschinenbautechnik studiert und arbeitet bei der Firma SKAN AG mit Sitz in Allschwil CH als Leiter Vertrieb Containment zur Herstellung von hochaktiven oder hochgefährlichen Substanzen. Herr Denk gründete in 2008 die Containment Expertengruppe der ISPE D/A/CH, die im September 2015 das Containment Handbuch publiziert hat. Weiterhin ist Herr Denk Autor beim Maas&Peiter GMP Verlag zum Thema Containment und Hygienic Design sowie einer der Autoren des ISPE Oral Solid Dosage Baseline Guide. Herr Denk beschäftigt sich seit fast 20 Jahren mit der Thematik Herstellung hochaktiver/hochgefährlicher Substanzen und hat hierzu auch die Containment Pyramide entwickelt.

11:15 Uhr
Produktförderung – Kontinuierliche Herstellung versus Batch-Produktion mehr

Kontinuierliche Herstellung im Vergleich zu Batch-Produktion bei der Förderung von Produkten

Der Vortrag von Thomas Eules, Geschäftsführer von DC Deutschland greift das hochaktuelle Thema kontinuierliche Herstellung in der Pharmaprodukton auf, die vor allem bei der Herstellung von hochaktiven oder hochgefährlichen pharmazeutischen Substanzen künftig eine wichtige Rolle spielen wird. 

Der Vortag beschreibt die Vorteile der  kontinuierliche Herstellung gegenüber der Batch-Produktion:  Das Prozess Equipment wird kleiner und hat dadurch eine geringere Oberfläche, die gereinigt werden muss. Auch sind die Prozesse miteinander verbunden oder es werden mehrere Prozessschritte in einem Apparat ausgeführt. Dadurch reduzieren sich die Containment-Schnittstellen.

Referent: Thomas Eules | DEC Deutschland

Die Dec Group, ist der international führende Anbieter für geschlossene Systeme zur Verarbeitung von Pulvern und Granulat. DEC Group entwickelt, plant und liefert maßgeschneiderte Lösungen für die Schüttgutverarbeitende Industrie. Seit mehr als 15 Jahren ist Herr Eules im Bereich von Pulverhandling von Schüttgüttern im Vertrieb und Projektmanagement tätigt. Seit 2009 Geschäftsführer der Dec Deutschland GmbH. Im Fokus seiner Tätigkeit liegen neben den strategischen Aufgaben als Geschäftsführer auch operative Tätigkeiten, da die DEC in der Deutschen Niederlassung neben dem Vertrieb/Service auch für die Projektabwicklung und Engineering verantwortlich ist.

11:45 Uhr
Vakuumförderung für empfindliche Pharmapulver und Tabletten mehr
Vakuumförderung für empfindliche Pharmapulver und Tabletten

Vakuumförderung ist eine schonende Methode für Pharmapulver und Tabletten. Der Vakuumspezialist Volkmann ist einer der Pioniere dieser Fördertechnik. Themen auf dem Pharmafeststoff-Forum sind die Hygieneaspekte und die Vakuumförderung als Containment-Transfersystem.

Der saubere Transport unter Vakuum, die geringe Baugröße insbesondere in Bezug auf die erreichbare Förderleistung und die Erfüllung der gängigen Vorgaben (FDA, GMP, WIP, CIP etc.) machen Vakuumförderer zur ersten Wahl im Pharmabereich. Von der Einwaage der Rohstoffe hin zu den üblichen verfahrenstechnischen Schritten wie Sieben, Mischen, Trocknen, Granulieren, Kompaktieren und Verpressen; überall erleichtern Vakuumförderer den Umgang mit Feststoffen. Selbst fertige Endprodukte werden verlässlich und entmischungsfrei Abfüllanlagen und Verpackungsmaschinen zugeführt. Neben Pulvern werden auch Kapseln, Dragees und Tabletten gefördert.

Der Vortrag von Thomas Ramme betrachtet folgende Aspekte:
Einsatz von Vakuumförderern in der Batch- und Kontinuierlichen-Produktion, Integration in den Materialfluss und Hygiene-Aspekte Förderung von Pulvern mit niedrigen Mindestzündenergien (MZE) Vermeiden von Entmischungen beim Beschicken von z.B. Tablettenpressen Maßnahmen für eine besonders schonende Förderung Vakuumförderer als Containment-Transfersysteme Kontinuierliche Förderung und Verwiegen bei der Einwaage von Pharma-Rohstoffen Reinigung: WIP, CIP, SIP
Referent: Thomas Ramme | Volkmann

Dipl.-Ing. B.Eng.(Hons.) Thomas Ramme, geb. 1969, studierte von 1990 bis 1994 Maschinenbau in Soest/D und Nottingham/UK. Der Einstieg in das internationale Projekt- und Vertriebsgeschäft erfolgte anschließend durch die Tätigkeit für ein deutsches Tochterunternehmen einer englischen Produktionsgesellschaft für Hochtemperatur-Festschmierstoffe in London. Seit 1995 beschäftigte sich Herr Ramme bei der Firma VOLKMANN in Soest zunächst mit der Auslegung, Weiterentwicklung und dem Vertrieb von pneumatischen Fördersystemen mit Vakuum. Dabei geht es um den Transport von Feststoffen wie Pulvern, Flakes, Pellets und Granulaten in allen schüttgut-verarbeitenden Industrien, insbesondere im Chemie-, Pharma- und Lebensmittelbereich und Anlagenbau. Das mit der besonderen Spezialisierung auf Vakuumfördersysteme erzielte Wachstum, in Verbindung mit einer zunehmenden Internationalisierung der Projekte und Handelsbeziehungen sowie die Gründung und der Aufbau von zahlreichen Auslandsniederlassungen, führte im März 2000 zu der Position als Vertriebsleiter. Neben der Führung des Vertriebs der Firma Volkmann gehören heute das technische Marketing, Fachvorträge und Seminare, Publikationen, Schulungen von internationalen Kunden, Händlern und Tochterunternehmen zu den Tätigkeitsschwerpunkten von Herrn Ramme.

12:15 Uhr
Pause/Networking/Ausstellung mit 1. Ausstellerrundgang – Ausstellerpräsentationen
13:30 Uhr
Kontinuierliche Suspensionstrocknung - interessante Trocknungsalternative für Pharmasuspensionen mehr

Kontinuierliche Suspensionstrocknung - interessante Trocknungsalternative für Pharmasuspensionen 

Die kontinuierliche Suspensionstrocknung entwickelt sich zur interessanten Trocknungsalternative für Pharmasuspensionen. Nara Machinery stellt auf dem Pharmafeststoff-Forum das neue Konzept und die vielversprechenden Ergebnisse vor.

In der keramischen und fein-chemischen Industrie ist die kontinuierliche Suspensionstrocknung. schon lange ein Standardverfahren, das gute Trocknungsergebnisse liefert. Nara  Machinery hat das Verfahren gemeinsam mit einem Pharmapartner an die Anforderungen der pharmazeutischen Industrie angepasst und in einer Pilotanlage realisiert.
Ziel des Projekts ist die kontinuierliche Trocknung von Suspensionen ohne einen weiteren Zerkleinerungsschritt. Die vorliegenden Messergebnisse sind sehr vielversprechend und die Initiatoren des Projekts sind zuversichtlich, dass mit der Suspensionstrocknung nun eine neue zuverlässige Trocknungsmethode für die pharmazeutische Industrie zur Verfügung steht. Auf dem Pharmafeststoff-Forum stellt der Referent das Konzept und die vielversprechenden Ergebnisse vor .

Referent: Mile Duvnjak | NARA Machinery

Mile Duvnjak studierte Maschinenbau an der Rheinischen Fachhochschule Köln. Nach seinem erfolgreichen Abschluss forschte er zwei Jahre im Forschungslabor für angewandte Keramiken der Hochschule. Später zog es ihn in zu NARA für die er zunächst im Labor und der Hauptverwaltung in Tokio tätig war, um dann in der europäischen Niederlassung des Unternehmens die Vertriebstätigkeiten zu unterstützen. 2015 wurde ihm die Leitung der europäschen Niederlassung anvertraut, welche er mit großer Überzeugung und Motivation führt.

14:00 Uhr
Co-Processed Excipients – ein neuer Formulierungsansatz für Solida mehr

Co-Processed Excipients – ein neuer Formulierungsansatz für Solida

Interessieren Sie sich für alternative Formulierungsansätze bei der Direkttablettierung? Dann sollten Sie auf gar keinen Fall den Vortrag von Albrecht Krämer von Meggle verpassen. Auf dem Pharmafeststoff-Forum hält er einen Vortrag über die Qualitätsvorteile dieses Formulierungsansatzes.

Nach einem kurzen Überblick über die historische Entwicklung der "Co-processed Excipients", deren generelle Herstellungsmethoden sowie deren Entwicklung folgt eine Übersicht über typische Anwendungsgebiete. Den besondere Herausforderungen in der Herstellung von Arzneimitteln / Tabletten werden anschließend die Vorteile der "Co-Processed Excipients" gegenübergestellt sowie die Synergien der Produkte aufgezeigt. Anhand von mehreren Beispielen werden die positiven Eigenschaften der "Co-processed Excipientien" herausgestellt. Im Anschluß an die Informationen zu den positiven Auswirkungen der Produkte auf die Qualität, werden die Kostenvorteile aber auch die Bedenken gegen einen Einsatz "Co-processed Excipient" dargelegt. Abschließend wird eine Einordnung der Produkte in die Gruppe der Pharmahilfssfoffe allgemein vorgenommen und das regulatorische Umfeld betrachtet und kritisch beleuchtet. Eine kurze Zusammenfassung beendet den Vortrag und leitet zur Diskussion über.

Referent: Albrecht Krämer | Meggle

Jahrgang 1960. Dr. rer. nat. 1981 – 1989 Studium der Chemie und Promotion über „Bor-organische Heterocyclen“ an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. 1990 Post Doc bei Rhône-Poulenc in Lyon / Frankreich. 1991 – 1994 Leitung der R&D Abteilung der BK Ladenburg GmbH (Spezialitätenchemie / Phosphate). 1994 – 1996 Leiter der Anwendungstechnik „Wasser“ bei BK Ladenburg GmbH. 1996 – 1998 „Chief Representative“ für die BK Giulini GmbH (Spezialitätenchemie) in Peking / China. 1999 – 2002 Stellvertr. Geschäftsführer der Anti-Germ Deutschland GmbH (Spezialitätenchemie – Hygieneprodukte). 2002 – 2013 Alleingeschäftsführer der Anti-Germ Deutschland GmbH. 2007 – 2013 Abteilungsdirektor des Geschäftsbereiches Anti-Germ der BK Giulini GmbH. 2014 – 2015 Geschäftsführer der CarboTech GmbH (Spezialitätenchemie). Seit 2015 Head of Sales & Marketing der BG Excipient & Technology bei Meggle.

14:30 Uhr
Walzenkompaktierung – ein unterschätztes Verfahren mehr

Walzenkompaktierung – ein unterschätztes Verfahren

In der Trockengranulation gibt es zwei grundlegende Methoden um Granulate zu erhalten: das sogenannte Slugging und die Walzenkompaktierung. In den vergangenen dreissig Jahren ist das Verfahren der Walzenkompaktierung in der pharmazeutischen Industrie enorm weiterentwickelt worden. Wie das Verfahren erfolgreich eingesetzt wird, verrät Michael Hanisch vom Spezialisten Gerteis auf dem Pharmafestoff-Forum.

Im Gegenzug zur Feuchtgranulierung ist die Trockengranulierung ein kontinuierlicher Prozess. Daraus ergeben sich zahlreiche wirtschaftliche Vorteile. So sind mit der Trockengranulation heutzutage Produktionsleistungen von bis zu 400kg/h üblich. Verglichen mit anderen Granulationssystemen sind geringere Investitionen in Gebäude und Equipment notwendig. Damit ergibt sich zusammen mit den niedrigen Unterhaltskosten eine hohe Rentabilität. In den vergangenen dreissig Jahren ist das Verfahren der Walzenkompaktierung in der pharmazeutischen Industrie enorm weiterentwickelt worden. Bei zahlreichen namhaften Pharmaherstellern ist bereits heute das Verfahren der Walzenkompaktierung die ersten Wahl. Damit das Verfahren erfolgreich eingesetzt werden kann, ist jedoch ein gutes Verständnis über die Prozesse zwingend erforderlich. Im Vortrag werden zunächst das Verfahren und die Prozessparameter beschrieben. Anschliessend werden die Vorteile der Walzenkompaktierung dargestellt sowie die aktuellen Entwicklungen aufgezeigt.

Referent: Michael Hanisch | Gerteis

Michael Hanisch hat sein Studium an der Fachhochschule Chur (Schweiz) als Maschinenbau-Ingenieur FH mit Vertiefung in Verfahrenstechnik abgeschlossen. Nach dem Studium hat er in der Textil und Luftfahrtindustrie Erfahrungen als Projektleiter gesammelt. Seine Laufbahn in der pharmazeutischen Industrie begann 2006, als er eine neue Herausforderung als Kundendienstleiter bei der Firma Krämer AG in Bassersdorf annahm. Die Firma Krämer AG ist Pionier in der Entwicklung von Tablettenentstauber. 2010 wechselte Michael Hanisch zur Firma Gerteis Maschinen + Processengineering AG und ist seitdem in der Abteilung Verkauf und Technologie als Senior-Projektingenieur tätig. Die Firma Gerteis Maschinen + Processengineering AG begann vor 30 Jahren mit der Entwicklung von Walzenpressen spezifisch für Anwendungen in der pharmazeutischen Industrie.

15:00 Uhr
Schmelzextrusion in der Praxis
Referent: Albrecht Huber | Leistritz
15:35 Uhr
Pause/Networking/Ausstellung
16:30 Uhr
Rund ums Thema Ex-Schutz/Brandschutz/Pumpen: Exkursion Staatl. Feuerwehrschule Würzburg mit Besichtigung des "brand"neuen Übungshauses mehr
Die Staatliche Feuerwehrschule Würzburg ist eine von drei Staatlichen Feuerwehrschulen in Bayern.
In jährlich rund 220 Veranstaltungen werden knapp 5000 (überwiegend ehrenamtliche) Führungs- und Einsatzkräfte der bayerischen Feuerwehren in 86 verschiedenen Lehrgangsarten ausgebildet. Mit Inbetriebnahme der neuen Übungshalle wird uns ab 2017 eine der modernsten Feuerwehrausbildungseinrichtungen zur Verfügung stehen.

Referent: Michael Bräuer | Feuerwehrschule Würzburg
18:30 Uhr
Ende des ersten Veranstaltungstages
19:15 Uhr
Abendveranstaltung im Brauerei Gasthof Alter Kranen Würzburg mit Tischkicker Match

Mittwoch, 16. November 2016

09:00 Uhr
Gemeinsame Keynote: Moderne Strömungssimulation vom Maschinenbau zur Biomedizin mehr
  • Das Potential heutiger Stömungssimulation im Zusammenwirken mit stochastischen Methoden zur Maschinenoptimierung
  • Der Effektive Einsatz von Metamodellen zur sicheren Vorhersage des Betriebsverhaltens ohne aufwändige Computersimulationen
  • Die Simulation der Fluid-Struktur-Interaktion mit großen Verformungen am Beispiel von biologischen Herzklappenprothesen

Die Präsentation demonstriert die heutigen Möglichkeiten der numerischen Strömungssimulation.

Integriert sind moderne stochastische Methoden, mit deren Metamodellen komplexe Zusammenhänge abgebildet werden können. Der erfolgreiche Einsatz dieser Methoden wird anhand einer Kleinwindanlage erläutert. Insbesondere gelingt es nicht nur, einen optimalen Betriebspunkt aus einem Metamodell vorherzusagen, sondern es kann auch eine komplette Kennlinie bestimmt werden.

Eine besondere Herausforderung im Bereich der Computersimulation existiert immer dann, wenn große Bewegungen der Topologie zu berücksichtigen sind. Zwei Beispiele erläutern dies: Das erste zeigt, wie mit modernen Computermethoden der Vogelflug am Beispiel einer Silbermöwe simuliert werden kann. Das zweite Beispiel besitzt einen noch höheren Komplexitätsgrad, weil zusätzlich die Interaktion von Fluid und Strukturen eine Rolle spielt. Es wird der Bewegungsablauf von künstlichen Herzklappen physiologisch korrekt mit dem Computer simuliert.

Referent: Prof. Dr. Marius Geller | FH Dortmund

Wissenschaftlicher Werdegang von Prof. Dr.-Ing. M. Geller

• 1985: Dissertation: Ruhr-Universität Bochum: „Finite-Element-Analyse von hoch belasteten Kompressorlaufrädern“
• Entwicklungsingenieur bei der Firma BBC, Schweiz.
• Leitung einer Forschungsgruppe in einem Center of Excellence bei ABB, Schweiz.
• Referent für Entwicklung von Dampfkraftwerken bei der Firma ABB, Mannheim.
• Leiter der Technik für Turbogeneratoren bei der Firma ABB, Mannheim.
• Seit 1994: Professur an der FH Dortmund, Fachgebiete: Strömungsmechanik und Strömungsmaschinen
• Seit 2000: Leitung des ministeriell anerkannten Forschungsschwerpunktes „Computersimulation im Maschinenbau“
• 2010: Offizielle Ernennung zum Mitglied der InnovationsAllianz des Landes NRW

Arbeitsschwerpunkte:
• Computerbasierte Simulation der Strömung und der Festigkeit bei Turbomaschinen
• Biomechanische Simulation im kardiovaskulären System (Biomedizin)
• Optimierung mit Hilfe von stochastischen Methoden

Leitung mehrerer Forschungsprojekte und Industriekooperationen

09:45 Uhr
Aufteilung in die 3 Foren
09:50 Uhr
Wirkstoffherstellung im GMP-Umfeld mehr

Wirkstoffherstellung und Wägetechnik im GMP Umfeld

In der Wirkstoffherstellung und generell in der Herstellung pharmazeutischer Produkte müssen hohe Anforderungen und Qualitätsstandards erfüllt werden, um eine Kontamination und Verunreinigung der Produkte auszuschließen. Das gilt auch und besonders für die Wägetechnik.

 

Bei Umfüllprozessen von pulverförmigen Einsatzstoffen, wie es in der Einwaage von Rezepturen häufig vorkommt, sind die Mitarbeiter meist unerwünschten hohen Staubbelastungen ausgesetzt. Durch undefinierte Umgebungsparameter riskiert man zudem eine Verunreinigung des offenen Produktes. Es gilt also die steigenden Anforderungen an Prozesssicherheit und Produktreinheit in den Griff zu bekommen. 

Genau darum geht es im Vortrag von Mathias Koch vom Projektbüro Mitte des Reinraumspezialisten BC-Technology: Er stellt Lösungsansätze vor, wie z.B. das Containment von Wirkstoffen durch Staubschutzkabinen (Wiegekabinen) und der Kontaminationsfreier Filterwechsel durch Safe-Change Filtergehäuse. Beides schützt das Personal und das Produkt beim Abwiegen, Probeziehen und Abfüllen vor Kontamination. Der Teilnehmer erfährt weiterhin, welche Anforderung bei der Vermeidung von biologischer Kontamination bzw. Kreuzkontamination entstehen und wie der Betreiber die unkontrollierte Freisetzung von gentechnisch hergestellten Wirkstoffen und Tablettenfertigung vermeiden kann.

Referent: Mathias Koch | bc-technology
10:30 Uhr
Doppelklappen – Mehr als nur eine Containmentschnittstelle mehr

Doppelklappen – Mehr als nur eine Containmentschnittstelle

Wer an Containmentschnittstellen denkt, dem fallen sofort Doppelklappensysteme ein. Ausführungsvielfalt und Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Wie der richtige Einsatz aussieht, was Doppelklappen können und wo die Grenzen sind, erfahren Teilnehmer des Pharmafeststoff-Forums von Jochim Stove, der Leiter des Technologiemanagements bei Andocksysteme Untch ist.

Der Vortrag soll den Teilnehmern einen Einblick in den grundlegenden Aufbau und die Funktionsweise von Containment-Doppelklappen geben. Anhand von Ausführungsbeispielen werden die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten und deren besonderen Anforderungen übersichtlich dargestellt. Hierzu gehören neben den konventionellen Edelstahlausführungen auch die neuen Single-use Ausführungen aus Kunststoff. Abschließend soll der Teilnehmer in der Lage sein, den richtigen Einsatz von Doppelklappensystemen bzw. Containmentschnittstellen aufgrund ihrer technologischen Möglichkeiten und Grenzen beurteilen zu können.

Referent: Joachim Stoye | Andocksysteme G. Untch GmbH

Joachim Stoye hat nach Abschluss seines Maschinenbaustudiums an der UniBw München ein berufsbegleitendes Aufbaustudium zum Wirtschaftsingenieur an der AKAD Lahr absolviert. Zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn war er als Betriebsingenieur und Instandhaltungsleiter in unterschiedlichen Branchen (Luftfahrt, Fraunhofer ISE, Kosmetik, Automobilzulieferer) tätig. Seit 2003 ist er im Anlagenbau für die pharmazeutische Industrie aktiv. Nach Stationen als bei GEA und FrymaKoruma ist Hr. Stoye als Leiter des Technologiemanagements bei Andocksysteme für die Entwicklung und Industrialisierung neuer Produkte verantwortlich. In dieser Funktion hat er die Entwicklung des ersten Single-Use Doppelklappensystems erfolgreich umgesetzt und begleitet jetzt dessen Markteinführung.

11:00 Uhr
Pause/Networking/Ausstellung mit 2. Ausstellerrundgang
11:45 Uhr
Diskussionsrunde: Welche Chancen haben innovative Verfahren in der Solidaherstellung?
Referent: Albrecht Huber | Leistritz
Referent: Albrecht Krämer | Meggle

Jahrgang 1960. Dr. rer. nat. 1981 – 1989 Studium der Chemie und Promotion über „Bor-organische Heterocyclen“ an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. 1990 Post Doc bei Rhône-Poulenc in Lyon / Frankreich. 1991 – 1994 Leitung der R&D Abteilung der BK Ladenburg GmbH (Spezialitätenchemie / Phosphate). 1994 – 1996 Leiter der Anwendungstechnik „Wasser“ bei BK Ladenburg GmbH. 1996 – 1998 „Chief Representative“ für die BK Giulini GmbH (Spezialitätenchemie) in Peking / China. 1999 – 2002 Stellvertr. Geschäftsführer der Anti-Germ Deutschland GmbH (Spezialitätenchemie – Hygieneprodukte). 2002 – 2013 Alleingeschäftsführer der Anti-Germ Deutschland GmbH. 2007 – 2013 Abteilungsdirektor des Geschäftsbereiches Anti-Germ der BK Giulini GmbH. 2014 – 2015 Geschäftsführer der CarboTech GmbH (Spezialitätenchemie). Seit 2015 Head of Sales & Marketing der BG Excipient & Technology bei Meggle.

Referent: Günther Körblein
Referent: Michael Hanisch | Gerteis

Michael Hanisch hat sein Studium an der Fachhochschule Chur (Schweiz) als Maschinenbau-Ingenieur FH mit Vertiefung in Verfahrenstechnik abgeschlossen. Nach dem Studium hat er in der Textil und Luftfahrtindustrie Erfahrungen als Projektleiter gesammelt. Seine Laufbahn in der pharmazeutischen Industrie begann 2006, als er eine neue Herausforderung als Kundendienstleiter bei der Firma Krämer AG in Bassersdorf annahm. Die Firma Krämer AG ist Pionier in der Entwicklung von Tablettenentstauber. 2010 wechselte Michael Hanisch zur Firma Gerteis Maschinen + Processengineering AG und ist seitdem in der Abteilung Verkauf und Technologie als Senior-Projektingenieur tätig. Die Firma Gerteis Maschinen + Processengineering AG begann vor 30 Jahren mit der Entwicklung von Walzenpressen spezifisch für Anwendungen in der pharmazeutischen Industrie.

Referent: Thomas Eules | DEC Deutschland

Die Dec Group, ist der international führende Anbieter für geschlossene Systeme zur Verarbeitung von Pulvern und Granulat. DEC Group entwickelt, plant und liefert maßgeschneiderte Lösungen für die Schüttgutverarbeitende Industrie. Seit mehr als 15 Jahren ist Herr Eules im Bereich von Pulverhandling von Schüttgüttern im Vertrieb und Projektmanagement tätigt. Seit 2009 Geschäftsführer der Dec Deutschland GmbH. Im Fokus seiner Tätigkeit liegen neben den strategischen Aufgaben als Geschäftsführer auch operative Tätigkeiten, da die DEC in der Deutschen Niederlassung neben dem Vertrieb/Service auch für die Projektabwicklung und Engineering verantwortlich ist.

12:15 Uhr
Ende der Veranstaltung | besuchen Sie weitere Vorträge der Förderprozess-Foren mehr
Mit Ende des Pharmafeststoff-Forums stehen Ihnen die weiteren Vorträge des Schüttgut- und Pumpen-Forums offen:

  • Explosionsschutz in einer Anlage für Pharmalactose
    Volker Krone, IEP Hoerbiger
  • Gekoppelte Modellierung von Schüttgütern mit DEM und CFD - Lösungen von komplexen Industrieproblemen
    CD adapco
  • Praxisworkshop: Einstieg in die Simulation von Partikelströmungen
    Lucas Kostetzer, CADFEM
  • Schonende Förderung von Lebensmittelflüssigkeiten
    Steffen Knödler, Watson-Marlow Fluid Technology Group
  • Aufbereitung und Förderung von schwer pumpbaren Stoffen
    Tobias Lutz, Putzmeister Solid Pumps GmbH
  • HD-Pumpen in der Praxis: Anwendungsorientierte Betrachtung von Problemen und Fehlern in Flüssigkeitsprozessen
    Katharina Diener, DBIC International
  • Wirtschaftliche Membranpumpe mit Anbaukompressor und Bypass-Fördermengen Reguliereinheit für den Druckbereich bis 16 bar
    Heinz M. Nägel, Feluwa Pumpen GmbH
  • Wird der Reluktanzmotor das Arbeitspferd der Antriebstechnik?
    Prof. Dr. Peter F. Brosch, Hochschule Hannover
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